Die Wissenschaft der finanziellen Freiheit und der wahre Wert deines Humankapitals

Dies ist eine Zusammenfassung der Kernaussagen aus diesem Podcast, in dem Gerd Kommer, der oft als „ETF-Papst“ bezeichnet wird, tiefe Einblicke in seine persönliche Lebensgeschichte gibt und sein umfassendes Wissen über wissenschaftlich fundiertes Investieren teilt.

Meine 5 Cent dazu finden sich am Ende.

Humankapital als Startkapital

Jeder junge Mensch, der ins Berufsleben startet, verfügt bereits über ein beträchtliches Vermögen in Form seines Humankapitals. Dies ist der Barwert aller zukünftigen Nettoeinkommen, die man im Laufe seines Arbeitslebens voraussichtlich erzielen wird. Bei einem durchschnittlichen Berufseinsteiger summiert sich dieser Wert oft auf zwei bis drei Millionen Euro. Der entscheidende Hebel für den finanziellen Erfolg ist daher zunächst die Maximierung des eigenen Einkommens durch Bildung, Gesundheit und berufliche Weiterentwicklung, da dieses Kapital die Basis für spätere Investitionen bildet.

Der Weg zur finanziellen Freiheit

Finanzielle Unabhängigkeit wird oft mit dem Ziel assoziiert, Millionär zu sein, doch die tatsächliche Rechnung dahinter ist simpler und für viele greifbarer. Laut Kommer kann eine Summe von rund 600.000 Euro – klug angelegt – bereits ausreichen, um nie wieder arbeiten zu müssen, sofern man seine Ausgaben moderat hält. Der Schlüssel liegt nicht in spektakulären Einzelwetten, sondern im Verständnis des Zinseszinseffekts und einer konsequenten Sparrate. Bereits kleine tägliche Beträge, wie etwa fünf Euro, können über einen Zeitraum von 30 Jahren durch die Marktrendite zu einem beachtlichen Vermögen anwachsen.

Passives Investieren und die Effizienz des Marktes

Ein zentraler Punkt der Philosophie von Gerd Kommer ist das passive Investieren mittels ETFs (Exchange Traded Funds). Er argumentiert, dass alle öffentlich verfügbaren Informationen bereits in den aktuellen Aktienkursen eingepreist sind. Daher ist es für Privatanleger nahezu unmöglich, den Markt durch aktives Handeln oder das Verfolgen von Nachrichten dauerhaft zu schlagen. Wer versucht, auf aktuelle Ereignisse wie Skandale oder Gewinnmeldungen zu reagieren, agiert meist zu spät, da professionelle Händler und Insider diese Informationen bereits verarbeitet haben.

  • Wissenschaftlicher Ansatz statt Spekulation
  • Breite Streuung über den gesamten Weltmarkt
  • Minimierung von Transaktionskosten

Die erfolgreichste Strategie ist daher „Buy and Hold“: Breit gestreut in den gesamten Markt investieren und die Anteile über Jahrzehnte halten.

Emotionale Disziplin als Erfolgsfaktor

Die größte Herausforderung beim Investieren ist nicht das mathematische Verständnis, sondern die psychologische Standhaftigkeit. In Phasen von Marktcrashs, wie etwa während der Dotcom-Blase oder der Finanzkrise 2008, neigen viele Anleger dazu, aus Panik zu verkaufen und damit Verluste zu realisieren. Kommer betont, dass man die Fähigkeit entwickeln muss, mediale Untergangsszenarien zu ignorieren und am gewählten Plan festzuhalten. Emotionale Stabilität und das Vermeiden von impulsiven Entscheidungen sind letztlich entscheidender für die langfristige Rendite als die Auswahl des perfekten Einstiegszeitpunkts.

Schutz des Vermögens über Generationen

Für den langfristigen Erhalt von Wohlstand über die eigene Lebensspanne hinaus sind rechtliche Strukturen entscheidend. Reiche Familien nutzen häufig Instrumente wie Familienstiftungen, um das Vermögen vor Fehlentscheidungen einzelner Erben oder vor übermäßiger Besteuerung zu schützen. Ein prominentes Negativbeispiel ist Boris Becker, der trotz enormer Einnahmen durch falsche Investitionen und einen aufwendigen Lebensstil sein Vermögen verlor. Stiftungen helfen dabei, solche Risiken zu minimieren und sicherzustellen, dass das Kapital professionell verwaltet wird und über Generationen hinweg erhalten bleibt.

Meine 5 Cent dazu

Allzu viel Wissenschaft steckt gar nicht in den Anlageoptionen für den “Normalverdiener”. Disziplin sowie die psychologische Standhaftigkeit sind die Wundermechanismen für langfristig erfolgreiches Anlegen, da nur so der Zinseszinseffekt seine maximale Wirkung entfalten kann. Dass ETFs aufgrund der breiten Streuung und vergleichsweise geringen Verwaltungskosten die beste Option für den Normalo sind, sollte eigentlich jedem klar sein. Es gibt kaum Gegenbeispiele, wo ein durch einen Menschen gemanagtes Portfolio über Jahrzehnte besser performt hätte, als das durch den Algorithmus des ETF. Sprich, wer sich frühzeitig entscheidet, Teile seines Verdienstes in ETFs zu stecken und das bis zum Rentenalter durchzuziehen, sollte mehr als genug Kapital anhäufen.

Das Wissen ist mittlerweile recht breit gestreut. Doch warum schaffen es die meisten Menschen nicht, ebensolche Investments zu tätigen? Die Antwort darauf ist simpel: Wir leben in einer Konsumgesellschaft und in den meisten Fällen leben Menschen über ihre Verhältnisse, sodass am Monatsende gar nichts übrig bleibt, das investiert werden kann. Menschen, die Konsumgüter auf Pump (Finanzierung) kaufen und so viele Abonnements abgeschlossen haben, dass sie gar nicht mehr wissen, was der DHL Bote heute anliefert. Das Bestellen, Abholen, das Lagern und das Suchen und Finden wird dann zu einem zusätzlichen Stressfaktor, was kaum einer bewusst wahrnimmt. Das ist aber ein Thema für sich. Letztendlich ließen sich solche Verhältnisse innerhalb weniger Wochen auflösen, was zu mehr Investitionskapital und einer deutlichen Stressreduktion führen würde. Falls du dich hier wiedererkannt und Unterstützung brauchst, schreib mir.

Über Stiftungsstrukturen, die dazu dienen, maximale Steuervorteile für Menschen mit (zu) viel Geld herauszuholen, kann ich wenig sagen. Außer, dass es scheinbar funktioniert, wenn man den richtigen Steuerberater findet, der für bestimmte Unternehmensstrukturen die richtigen Lösungsstrategien bereitstellen kann – und ein entsprechendes Honorar bekommt – Siehe diesen Podcast.

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